In die Schlagzeilen gerät Bangladesch immer wieder aufgrund schwerer Naturkatastrophen und den unmenschlichen Arbeitsbedingungen, vor allem in der Textilindustrie.
So auch 2020 – mitten im Kampf gegen das Coronavirus wurde Bangladesch vom heftigsten Wirbelsturm der vergangen zwanzig Jahre getroffen worden. Der Zyklon „Amphan“ traf mit Windgeschwindigkeit von bis zu 185 km/h in der Grenzregion von Indien und Bangladesch auf das Festland.

Besonders Kinder sind die Leidtragenden und betroffen. Viele müssen zum Überleben der Familie beitragen oder haben ihre Ursprungsfamilie verloren. Über 7 Mio. Kinder arbeiten als Straßenverkäufer, in Kleinbetrieben, auf den Feldern oder in Ziegel- und Textilfabriken. Nach offiziellen Statistiken gehen Kinder im Durchschnitt nur 5 Jahre zur Schule. Trotz Schulpflicht wachsen ca. 3,5 Mio. von ihnen ohne Chance auf Bildung auf. Gerade in ländlichen Gegenden stellt die schulische Ausbildung aufgrund Lehrer- und Gebäudemangels ein großes Problem dar.
Um diesen benachteiligten Kindern eine Chance für die Zukunft zu geben, unterstützt die Liebenzeller Mission mehrere Schul- und Internatsprojekte. So z.B. sieben Vorschulen im ländlichen Chittagong-Gebiet, drei Schulen im Norden und Internaten in Khulna und Dhaka.
Insgesamt profitieren ca. 1.000 Kinder in Bangladesch von diesen Bildungsmaßnahmen. Zusätzlich ermöglicht sie, dass in den 10 Bezirken unserer Partnerkirche 3.000 Kinder eine Sonntagsschule besuchen können.